Der Kurs EMOC (Emergency Medicine Observing Companion) richtet sich an berufserfahrene Notärzt:innen und Notfallsanitäter:innen mit Einsatzverantwortung auf die Tätigkeit als Beobachter:in im Rettungsdienst oder der Notfallrettung vor.

Supervision in der Notfallmedizin
Im Rahmen des Kurses werden psychologische und pädagogische Grundlagen der Beobachteraufgabe als auch die Aspekte der guten Kommunikation, sowie die Rolle eines/einer „Companion“ beleuchtet.
Das Kurskonzept
Der EMOC-Kurs besteht aus zwei Teilen: EMOC Basis (1,5 Tage) und EMOC Aufbau (1 Tag). Er bietet erfahrenen Notärzt:innen und Notfallsanitäter:innen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich auf die verantwortungsvolle Rolle als Beobachter:in (Companion) im Arbeitsalltag vorzubereiten.
Kursinhalte:
- Psychologische Grundlagen der Beobachteraufgabe: Psychologischen Aspekte, die eine erfolgreiche Beobachtung und Analyse der Arbeitsabläufe im Rettungs- und Notarztdienst ermöglichen.
- Kommunikation und die Rolle als „Companion“: Erlernen, wie man als unterstützende/r Begleiter:in agieren und wertvolles Feedback geben kann.
- Checklisten und Dokumente für die tägliche Arbeit als Companion.
- Praxisnahe Übungen: Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden die Ziele und Abläufe einer effektiven Beobachtung in der Notfallmedizin üben und reflektieren.
Kursstruktur:
- MODUL 1 – Basis: Ein 1,5-tägiger Kurs, der die Grundlagen der Begleitung und Supervision in der Notfallmedizin und im Rettungsdienst vermittelt. Nach Abschluss des ersten Teils werden erste praktische Erfahrungen als Beobachter*in zu gesammelt.
- MODUL 2 – Aufbau: Nach 6-12 Monaten und der Begleitung von mindestens vier Einsätzen wird der Aufbaukurs absolviert. Dieser vertieft die Kompetenzen eines / einer Companion Wissen und führt zum Abschlusszertifikat.
Veranstalter, Buchung und Termine:
Der Kurs wird von der Artemed-Akademie in Freiburg veranstaltet. Weitere Informationen und Anmeldung:

https://www.artemed-akademie.de/emoc-2024
Referent:innen:

- Dr. phil. Jennifer Hillebrecht Psychologische Psychotherapeutin, Dozentin
- Christina Schmitz Rechtsanwältin, Mediatorin, Businesscoach
- Matthias Ziegler Pädagoge BA, Notfallsanitäter, Simulationsinstruktor
- Dr. med. Daniel Schmitz Facharzt Anästhesie, Notarzt, Simulationsinstruktor
EMOC mit dem F. W. Ahnefeld Preis ausgezeichnet:
Die agswn (Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V.) hat auf ihrer 38. Notfallmedizinischen Jahrestagung zum fünften Mal den 2016 ins Leben gerufenen, mit 2.500 Euro dotierten „F. W. Ahnefeld-Preis“ vergeben. Dieser nach dem langjährigen agswn-Vorsitzenden, dem 2012 verstorbenen Prof. Dr. med. Dr. h. c. Friedrich Wilhelm Ahnefeld benannte Preis wird für Projekte verliehen, die in der Praxis wichtige Impulse zur Verbesserung der Versorgung von Notfallpatienten setzen („Leuchtturmprojekte“, „best-practice-Modelle“). Eingereichte Projekte sollen bereits in der Praxis umgesetzt sein.

Ausgezeichnet wurde das Projekt „EMOC – Emergency Medicine Observing Companion“ aus Freiburg, das sich mit der Supervision in der Notfallmedizin beschäftigt. Neben Supervision sind Beratung, Training und Coaching wesentliche Bausteine des Konzepts, die im Rahmen eines neu entwickelten Kursformates vermittelt werden. Der Kurs EMOC soll interessierte und berufserfahrene Notärzte und Notfallsanitäter mit Einsatzverantwortung auf die Tätigkeit als Beobachter vorbereiten. Im Rahmen des Kurses werden sowohl die psychologischen Grundlagen der Beobachteraufgabe wie auch die Aspekte der guten Kommunikation und die Rolle als „Companion“ beleuchtet. Es werden gemeinsame Ziele wie auch Abläufe einer Beobachtung in der Notfallmedizin erarbeitet und das Gelernte praktisch umgesetzt
Für das EMOC-Projektteam nahmen Dr. Daniel Schmitz, Christina Schmitz und Matthias Ziegler den „F. W. Ahnefeld Preis“ aus den Händen des agswn-Vorsitzenden Prof. Dr. Matthias Fischer entgegen. Ihr besonderer Dank galt allen Unterstützern des Projektes, insbesondere auch Dr. Jennifer Hillebrecht, die leider nicht teilnehmen konnte.
Der „F. W. Ahnefeld Preis“ wird alle 2 Jahre im Wechsel mit dem „Martin Kirschner Preis“ verliehen. Der „Martin Kirschner Preis“ ist ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert und gilt als einer der renommiertesten notfallmedizinischen Preise in Deutschland, der 2025 bereits zum 20. Mal für eine herausragende Original-Arbeit verliehen werden soll, die sich wissenschaftlich mit Fragen der Notfallmedizin in Deutschland auseinandersetzt.
Für das EMOC-Projektteam nahmen Dr. Daniel Schmitz (2. von links), Christina Schmitz (3. von links) und Matthias Ziegler (rechts) den „F. W. Ahnefeld Preis“ 2024 vom agswn-Vorsitzenden Prof. Dr. Matthias Fischer
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